Einige bedeutende Stationen der Geschichte
des Wallfahrtsortes

1207 Die Venezianer nehmen Tinos ein und ubergeben die Insel an die Bruder Andrea und Jeremias Gizi als Regenten. Die Gizis beherrschten die Insel 183 Jahre (1207-1390). Bereits ab den ersten Herrschaftsjahren begannen die ersten gro?en Arbeiten an den Befestigungsanlagen am Exomburgo, auf alteren Anlagen aus byzantinischer und archaischer Zeit.

1392 Verstirbt der letzte des Geschlechtes Gizi, Batholomaus III, ohne Erben zu hinterlassen. Die Verwaltung von Tinos fallt dadurch an die Dogenrepublik Venedig zuruck, die in der Folge ihre Interessen in der Region wahrnimmt.

1480-1492 Modernisierung der gro?en Turme und Verstarkung der Au?enmauern, dem damaligen Stand der Wehrtechnik entsprechend.

1537 Barbarossa bringt im Auftrag des Sultans Tinos und die anderen Kykladeninseln vorubergehend unter seine Kontrolle.

1538 Die Venezianer kehren wieder nach Tinos zuruck, befestigen die Stadt und bauen die Festung wieder auf. Leiter dieser umfangreichen Arbeiten war der venezianische Architekt Maregiti, welcher 1561 verstarb.

17. Jhdt. Im Inneren der Festung zeugen verschiedene Kirchen: die katholisch Kathedrale (der Muttergottes), die Aghia Paraskevi (Sitz des orthodoxen Oberpriesters), Aghia Triada, Aghia Sofia und Panarchantos.

1663 Die Jesuiten lassen sich auf Tinos nieder. Der erste Jesuitenpater ist P. Michael Albertini, ein Tinier.

1682 In einem Schreiben vom 1.7.1682, uberla?t Baptistis Skutaris den Jesuitenpatern die Verwendung der Kirche Aghia Sofia.

1697 Wiederum, Baptistis Skutaris, mit einem weiteren Schreiben vom 21.2.1967, schenkt den Jesuiten die Kirche Aghia Sofia.

1715 Juni. Nach erfolgreicher Ruckschlagung eines Angriffes und dem Ruckzug des Feindes versuchten der Rektor und sein Stab, welche sich auf der Insel befinden, eilig die strategische Situation abschatzen. Sie bekommen Angesichts der Lage Angst und, nachdem sie mit dem Angreifer einen Pakt schlie?en, ubergeben sie den Turken die Festung. Ihre Wut auf den Angreifer war jedoch so gro?, dass sie die ganze Festung der Hl. Elena, Gebaude und Mauern sprengen. So endete unruhmlich die venezianische Anwesenheit auf Tinos nach 508 langen Jahren.

1722 Der katholische Bischof von Tinos stellt den Jesuiten am 26.1.1722 die Kirche der Heiligen Katharina von Borgo zur Verfugung wo sich diese auch niederlassen, wahrend sie die Kirche, welche ihnen Rom in Lutra anbietet, nicht annehmen.

1724 Baujahr der noch heute bestehenden Wallfahrtskirche.

1725 Baujahr der Bischofskirche am Exomburgo, Johannes der Taufer geweiht.

1771-1774 Tinos wird von den Russen beherrscht.

1828 Erstmalige schriftliche Erwahnung der orthodoxen Kirche Aghia Eleusas (damals als Eigentum von Johannes Marizelo, heute zur Stiftung Evangelistrias gehorend). Die Kapelle Agios Mina wird noch nicht erwahnt.

1837 Die Jesuitenpater grunden ein eigenes Kloster in Lutra. Kloster und Kirche werden dem Heiligen Josef geweiht. Letzter Jesuit am Exomburgo ist P. Kutsinski (ubersiedelt 1846 nach Lutra).

1865 Die Kirche des Heiligen Johannes des Taufers am Exomburgo wird nicht mehr weiter als Kathedrale des Bischofs von Tinos verwendet.

1895 Die Jesuitenpater reparieren die Kirche der Hl. Katharina und benennen diese in die Kirche des Heiligen Herzens Jesu um. Die Pater Romano und Destro leiten diese Arbeiten.

1900 Vom Bischof Franziskus di Mento und einer zahlreichen Schar Glaubiger wird am 4 November 1900 das Marmorkreuz, welches die Jesuitenpater am Gipfel des Exomburgo aufgestellt hatten, geweiht.

1920 Todesjahr von Pater Aloisios Destro, die Kirche des Heiligen Herzens Jesu, am Exomburgo, wird verlassen.

1940 Nach Tinos kommt Pater Dominikos Vutsinos.

1941 Die Gemeinde der Jesuiten von Tinos entscheidet sich, die Kirche des Heiligen Herzens Jesu am Exomburgo wiederzueroffnen, und beauftragen mit diesem Werk Pater Dominikos Vutsinos. Vlasius Petrovits ist der Vorarbeiter der Arbeiten vor der Wiedereroffnung. Die Weihe der Kirche erfolgte am Christkonigssonntag desselben Jahres.

1947 Die Kirche des Heiligen Johannes des Taufers am Exomburgo, vormals Kathedrale des katholischen Bischofs von Tinos verfallt.

1951 Fest des Heiligen Herzens Jesu: Weihe des Denkmals fur die in den Ersten und Zweiten Weltkriegen sowie den wahrend des Burgerkrieges gefallenen griechischen Katholiken (Zeitspanne 1912-1950). 325 Namen enthalt das Mahnmal, ein Werk des tinischen Bildhauers Johannes Philippoti.

1958 Der von der Kirche finanzierte Strassenbau macht es moglich mit dem Auto bis zum Kirchenvorhof zu gelangen (erstes Auto: Taxi des Antonio Korinthios).

1968 Die Elektrifizierung von DEH erreicht den Exomburgo .
1970 Erster Autobus am Exomburgo.
1972 Der Exomburgo wird an das Telephonnetz von Ō‘E angeschlossen.

Heute gibt es eine komplett eingerichtete Kuche mit Speisesaal, wo gleichzeitig mehr wie 50 Personen bedient werden Konnen, geršumige Schlafraume (Zwei- und Dreibettzimmer) mit den erforderlichen sanitaren Einrichtungen und Waschgelegenheiten. Die Raumlichkeiten des Wallfahrtsortes sichern einen gelungenen Aufenthalt welcher allen angeboten wird, die einen Ort zum Gebet oder eine Kombination geistiger Erholung und korperlicher Regeneration suchen. Ein Angebot insbesondere an Gruppen junger Menschen. Fur kleine Seminare, Beratungen, geistige Suche und Gebet.


Verantwortlich : P.Sebastianos Freris
Lutra - 842 00 TINOS
Tel. (0283) 51 492
Gesamtgriechische Wallfahrt

Kirche des Heiligen Herzens Jesu

Exomburgo

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